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Die Legenden von KemeriaMontag, der 12.12.2011 um 10:54

Thunis. Die weiße Stadt, die Stadt der Ahnen und Sitz des Ag’arnen, Herrscher aller Lehen der Nordländer. Thunis, Heimat der schwarzen Bibliothek, dem unsterblichen Gedächtnis der Nordländer.

Eine Stadt der Widersprüche und der Gemeinsamkeiten, der Würde und des Abgrunds. Aufgeteilt in zwei Stadtteile, dem Hafenbezirk - im Volksmund auch der Unterstadt - und der Oberstadt, dem Nobel- und Handelsbezirk. Den meisten Nordländern ist kaum bewusst, dass es die Unterstadt überhaupt gibt, dass jener riesige Hafen mit seinen Kaschemmen und Spelunken tief unten in der Sichelschlucht mehr ist als nur ein Hafen. In stetes Zwielicht gehüllt ist es den wilden Stürmen, die durch den Fjord der Stürme in die Schlucht peitschen, schutzlos ausgeliefert, ein unwirtlicher Ort stets feucht und kalt – und doch Heimat von so vielen Heimatlosen, die Slums von Thunis, die schwarze Kehrseite der weißen Stadt. Wer einmal in der Unterstadt gelandet ist, der bleib in der Unterstadt. „Man passt sich an oder geht wie eine Ratte auf hoher See unter“ so lautet ein Sprichwort in Thunis Gosse.

Nur durch einen, in den hunderte Meter hohen Felsen geschlagenen Pfad und einen hölzernen Lastenaufzug verbunden, die Oberstadt mit ihren weißen Gebäuden, wo neben dem Palast des Ag’arnen, den riesigen Palastgärten, dem großen thunischen Markt, den Villen der Reichen auch die schwarze Bibliothek angesiedelt ist. Durch ein unterirdisches Heißwasserbecken gespeist laufen hunderte Rohe teils oberirdisch, teils unterirdisch durch die Stadt und versorgen die Häuser der Reichen mit warmem Wasser und treiben in dünne Rohre gepresst, als Dampf sogar die beweglichen Geschütztürme der Verteidigungsanalgen der Stadt an.

Die mächtigen Arcanisten der vogelhaften Kem’nuat hatten einst einen arcanen Schutzwall über die Oberstadt gelegt, welcher die Stürme des Fjords abhält und in ein seichtes Lüftchen verwandelt, welcher durch die Straßen und Gassen der Oberstadt weht und die Stadtluft in die weite Steppe im Süden schiebt.

Ursprünglich von den Ahnen vor mehr als einem Zeitalter erbaut, ist die Stadt nun Heimat der Menschen geworden. Sie hatten die schon damals riesige Stadt weiter ausgebaut und zu dem Juwel gemacht, das es heute ist. Wer einmal in Thunis war, dem geht die Stadt nicht mehr aus dem Sinn, keine Stadt in Kemeria kann es mit ihrem Flair und ihrem Charme aufnehmen.

Auszug aus: „Thunis, die Perle der Nordländer“
Autor: Sihan von Mohnbruck, Schriftgelehrter der schwarzen Bibliothek von Thunis

Ein Tag in Thunis

ch stand am großen Marktplatz des Nordviertels der Oberstadt und betrachtete die Mengen unter mir von dem flachen Dach meines Hauses aus wie sie durch die Gassen wogte. Wie ein riesiger Strom aus Leibern der sich durch ein breites Flussbett drängt, schoben sich Reisende, Käufer, Händler, Taschendiebe, Gaukler und allerlei Gesindel durch die breiten Straßen. Die vielen bunten Körper verschwammen zu einem Wirrwarr aus Farbpunkten wie die Pigmente auf einem Gemälde, wenn man zu nahe heran geht.

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CAPTCHA einmal andersSamstag, der 01.10.2011 um 17:20

s ist heut zu Tage ungemein wichtig, Formulare oder ähnliches vor Unbefugten oder besser vor Störenfrieden zu schützen. Gerade Foren oder ähnliche System sind für die SPAM-Bots dieser Welt ein gefundenes Fressen. Die meisten harmloseren Bots gehen meist auf Foren oder Formulare los, die nicht gesichert sind, da dort der Arbeitsaufwand für den Botentwickler gleich Null ist. Allerdings um mächtigere Bots draußen zu halten, sind schon schwerere Geschütze nötig. Hier kommt der CAPTCHA ins Spiel.

CAPTCHA ist die Kurzform für Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, was so viel bedeutet wie „vollautomatischer öffentlicher Turing-Test zur Unterscheidung von Computern und Menschen“.

Was ist dieser CAPTCHA nun bzw. was tut er? Fangen wir hier etwas vorher an. Es gibt in der Informatik den so genannten Turing-Test. Dieser wurde 1950 von Alan Turing (* 23. Juni 1912 in London; † 7. Juni 1954 in Wilmslow, Cheshire. Britischer Mathematiker) erdacht und beschreibt im Grunde folgenden Situation:

Ein Mensch (Fragesteller) unterhält sich über einen Chat mit zwei Gesprächspartnern. Einer der Gesprächspartner ist ein Mensch, der andere ein Computer und beide versuchen den Fragesteller davon zu überzeugen, dass sie ein Mensch sind. Kann der Fragsteller am Ende der Unterhaltung nicht eindeutig feststellen, wer der beiden ein Computer ist und wer nicht, hat der Computer den Turing-Test bestanden und ihm wird somit ein dem Menschen ebenbürtiges Denken zugeschrieben. Hier kommt es wie man sich denken kann, sehr auf die Fragestellung an. Bei dem Test soll es primär darum gehen festzustellen ob ein Computerprogramm menschliches Denken imitieren kann bzw. ob der Computer selbst ein Denken aufweist, das dem des Menschen entspricht.

Bisher kann ein Computer nur das, was ihm sein Programmierer expliziet vorgegeben hat, kreatives Denken oder gar selbst entworfene Problemlösungsstrategien sind bis heute einem Computer nicht möglich.

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Auf der FluchtFreitag, der 19.08.2011 um 21:51

rkmara! Die Stadt der Händler, Diebe, Glücksritter und Gaukler. Keine Stadt in Kemeria ist bunter und so voller Leben wie diese Stadt zwischen der Banjosbucht und der Himmelswiege - den nördlichen Wurzeln des Himmelskamms. Ob Adeliger, Prediger, Hohepriester oder Pirat, keiner kann sich dem Charme der nördlichsten Großstadt am Nordrande des Himmelskamms entziehen. Die Türme aus weißem Marmor ragen wie Leuchttürme weit in den Himmel und weisen so den vielen Reisenden den Weg. Egal was man kaufen oder verkaufen will, Arkmara ist der richtige Ort dafür.

So stehe ich nun mitten im Trubel am berühmten Marktplatz von Arkmara. Die Sonne brennt mir auf den Kopf und ich spüre die Hitze der Sommersonne auf meinen schwarzen Haaren. Ich sehe mich um, etwas zu hastig um unauffällig zu bleiben. Ich bin immer auf der Suche nach einem Gesicht das mir bekannt vorkommt, das nach mir suchend die Augen offen hält. Mir ist klar, dass ich mich selbst belüge, ich niemanden im Trubel des Marktes erkennen würde, doch beruhigt mich der Glaube, dass mir niemand folgt, auch wenn dem vielleicht nicht so ist. Die Farben der Stadt ziehen wie ein Kaleidoskop an mir vorüber und verschwimmen irgendwann mit den Geräuschen und Gerüchen zu einem bunten Wirrwarr aus Farben, Gerüchen und Lärm.

Ich ziehe meinen schmalen schwarzen Stoffschal wie eine Kapuze über den Kopf um mich vor der sengenden Sonne und zugleich auch vor neugierigen Blicken zu schützen und biege in eine Seitenstraße ab, die sich in keinster Weise von der vorhergehenden unterscheidet. Überall sind Verkaufsstände an Verkaufsstände gereiht ohne kaum einen Platz zu lassen, der den einen Stand von dem anderen trennt. Es riecht überall nach gebrannten Nüssen, kandierten Heuschrecken und flambierten Ratten. Die Händler bieten lautstark ihre Waren feil, davon überzeugt, dass ihre Masche besser ist, als die des Nachbarn. Jeder lebt in einer Illusion die er sich selbst geschaffen hat, nur um die Wahrheit nicht zu sehen! Ein Illusionist hätte hier wohl seine hellste Freude, den ganzen Bewohnern und Gästen in der Stadt die Wahrheit zu zeigen.

Ich biege um eine weitere Ecke in eine kaum benutzte Straße und bleibe an einem kleinen Bogengang stehen und lehne mich im Schatten eines der Lauben an die Wand und verschnaufe kurz. Die Hitze in der Stadt ist zur Mittagszeit fast unerträglich, das kann auch der leichte, stetig wehende Wind nicht ändern. Der stete Luftzug war von den drei Magistraten vor einigen Jahren durch einen Kem'nuat-Arcanisten eingerichtet worden um die Luft der Großstadt in Bewegung zu halten. Ein vergebliches Unterfangen wie sich später herausstellte. Zur Mittagszeit wirkt die Stadt wie ein Hochofen, die Luft scheint durch die Bewegung nur noch wärmer zu werden.

Eine Schweißperle löst sich am Rand meines Schlüsselbeins und als sie die tätowierte Schlange deren Kopf auf meiner linken Schultern liegt, passiert, wird sie zu einer Träne und erweckt den Eindruck als würde die Natter weinen. Wie treffend, die Natter auf meinem Arm, deren Schwanz sich bis zur Hand windet und deren Ende sich um meinen Mittelfinger schlingt, scheint um mich zu weinen. Das einzige Wesen, das um mich weint ist eine gemalte Schlange.

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Schicksal eines SchützlingsSamstag, der 09.04.2011 um 21:43

ine junge Kaldorei kniete nach vorne gebeugt vor den Führern ihres Volkes. Das Gericht war in Moonglade - am Fuße des Weltenbaums - zusammen gekommen um über sie Gericht zu sitzen. Die langen, lilafarbenen Haare hingen strähnig und verschmutzt herab und verdeckten den Großteil ihres Gesichts. Sie war in ein schmutziges, graubraunes Gewand gehüllt und ihre Hände waren am Rücken mit Seilen zusammengebunden, die schmerzhaft an ihren Handgelenken scheuerten. Sie war still, keine Reaktion, nicht einmal ihren Atmen vermochte man zu hören. Wenn die Richter es nicht besser gewusst hätten, wären sie davon ausgegangen, dass es sich bei der gekrümmten Gestalt um eine Lebensechte Statue handelte.

„Khyrinda Schattenwind, du wurdest angeklagt einen aus deinem Volke kaltblütig und hinterrücks ermordet zu haben. Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?“ erhob einer der Richter das Wort. Er war groß, größer als die Übrigen. Seine grasgrüne Haut und sein moosfarbenes Haar zeugten neben dem großen Elchgeweih auf seinem Kopf von seiner Herkunft und davon wer sein Vater war. Remolus sah auf die Nachtelfe, die vor ihm am Boden kauerte, mit einem Väterlichen Blick herab und fügte hinzu: „Was passierte in Azshara, Kind?“

Die Angesprochene Nachtelfe sah kurz auf und der Fackelschein erhellte für einen kurzen Moment ihr blasses, schmutzig gewordenes Gesicht. Was Remolus in den silbern leuchtenden Augen des Mädchens lesen konnte machte ihn sichtlich traurig. Es war der reine Hass der ihm aus dem Gesicht der jungen Kaldorei, die fast noch ein Kind war, entgegen starrte. Sie senkte ihren Kopf und verharrte wieder in der Position die sie zuvor eingenommen hatte.

„Ich kann für sie Sprechen Shan’do, ich weiß was in Azshara geschah und ich sage euch, sie trifft keine Schuld. Ja sie hat den Scout der uns dorthin führte getötet, doch war es kein Mord.“ Eine in das offizielle Gewand der Druiden gehüllte Kalodrei war aufgestanden und nach vorne getreten. Sie deutete eine Verbeugung vor dem Rat an, wodurch ihr grünes zusammengebundenes Haar leicht hin und her wippte.

„Nun dann erzähl uns was geschehen ist, ich bitte dich Schwester.“ Erhob die Hohepriesterin der Elune das Wort. Tyrande Whisperwind saß neben Remolus auf einem Stuhl und ihr weißes Seidengewand spielte mit dem sanften Wind der aufgekommen war.

„Shan’do Remolus hatte mich beauftragt einen Scout in den Wäldern des Eschentals zu treffen. Dieser hatte von sonderbaren Begebenheiten in Azshara berichtet. Und ich sollte mit ihm zusammen dort hin reisen.“ Begann sie ihre Geschichte...

Ein Monat zuvor in der Nähe des Aviana Schreins im Eschental...

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Ins Auge gefasstSonntag, der 03.04.2011 um 20:02

s gibt nicht viel, das ein Gesicht so einzigartig machen kann wie Mund und Augen. Meiner Erfahrung nach, sind auch diese beiden Teile des Gesichts am schwersten zu zeichnen. Dennoch hatte ich mich daran gemacht, selbiges von Khyrinda zu zeichnen, nämlich eines ihrer Augen in Nahaufnahme. Das Schlussendliche Endergebnis kann sich – so denke ich – durchaus sehen lassen.

das fertige Auge

Das Bild entstand aus einer einfachen Skizze die ich während einiger ruhiger Minute auf meinen Skizzenblock gekritzelt hatte, als ich auf die Fertigstellung einer Windowsinstallation wartete. Zuhause angekommen, wurde die Skizze möglichst groß eingescannt. Je größer ein Bild ist, desto leichter tut man sich mit dem Zeichnen der Details.

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Wind in der NachtFreitag, der 18.03.2011 um 13:25

ehüllt in meinen violetten Mantel schritt ich durch das vom Regen feuchte Grass. Die langen Halme strichen über die Innenseite meiner Waden und verursachten ein wohliges Kribbeln unter der Haut. Der strömende Regen, der nun schon seit einigen Nächten angehalten hatte, hatte aufgehört und Elunes Licht erhellte wieder die Nacht. Ich war zu Hause. Ich blieb stehen und genoss kurz das kühle, weiße Licht von Mutter Mond auf meiner Haut und legte den Kopf leicht nach hinten, die silbernen Augen geschlossen. Ein tiefer, langer Atemzug und dann noch einer. Ich sog die kühle Nachtluft gierig in meine Lungen und spürte wie sie sich dort ausbreitete. Der süßliche Duft der Eschenbäume liebkoste meine Sinne, ja ich war wirklich wieder zu Hause! Die schwere lederne Kapuze rutschte von meinem Kopf und viel nach hinten. Ich sah mich um, etwas hektischer als ich gewollt hatte, war mir jemand gefolgt? Unwahrscheinlich, wer konnte das Eschental schon betreten ohne, dass er sämtliche Schildwachen damit aufgeschreckt hätte. Ich schmunzelte und schüttelte den Kopf.

Mein Ziel war ein Arkanist in Theramore - die Stadt der Menschen - der dem Tempel der Elune ein Dorn im Auge gewesen war und so hatten sie mich geschickt. Herauszufinden was er wusste und ihn dann zum Schweigen bringen, sollte er nicht gewillt sein mit seinen Vorhaben aufzuhören. Ich hatte mich der Vorstellung nicht hingegeben zu glauben, dass gutes Zureden etwas bewirken würde. Nein, er fand das Ende, das ihm vorbestimmt war und ich war es, die ihn in die richtige Richtung führte, in die Sümpfe vor Theramore. Wie sein Name war wollt ihr wissen? Den Namen des Arkanisten kann ich euch nicht nennen, denn er war mir gleichgültig, ich wollte ihn nicht einmal wissen, zu Unwichtig. Wozu einen Namen erfahren, von etwas das ohnedies bald nicht mehr existieren würden? Etwas das überhaupt nur einige Jahrzehnte auf unserer Welt verleben würde und dann wieder verschwand, auch ohne mein Zutun, gleichgültig.

Ich fuhr mir mit der linken Hand durch das lange, vom rennen nassgeschwitzte Haar und strich mir eine violette Strähne aus dem Gesicht. Der Auftrag des Tempels war ausgeführt und ich konnte nun wieder zurück ins Eschental und mich einige Tage ausruhen, in der Hoffnung, dass mich der Tempel oder besser gesagt die Schatten – wie ich sie angefangen habe zu nennen – nicht wieder ausschicken würden.

Shan’do Maristara hatte immer gesagt: „In dir wütend ein Tier, das zornig nach allem schnappt was in seine Nähe kommt. Diesen Zorn musst du lernen zu kontrollieren und zu steuern. In die richtige Richtung! In eine Richtung wo seine gewaltige Zerstörungswut sinnvoller ist!“ Das hatten wohl auch die Schattenkriegerinnen so gesehen, als sie mich vor einigen Jahren in ihre geheimen Reihen aufnahmen. Ich war nun eine Schattenkriegerin der Elune und ich tat das, was Maristara meine gestrenge Freundin, Qual’Serra wider Willen mir geraten hatte. Ich richtete den Zorn auf die Feinde der Kaldorei, dass die Blutklinge dort wütet wo sie sinnvoll Schaden anrichten konnte. Ich öffnete die Türe zu meiner kleinen Hütte in der Nähe des Avianaschreins und trat ein. Ein wohl bekannter Geruch von lebendem Holz und Laub begrüßte mich, dann fiel die hölzerne Türe hinter mir ins Schloss. Ich war endlich zu Hause angekommen.

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Der Weg in den UntergangDonnerstag, der 17.03.2011 um 08:55

eadras war verzweifelt und mit seinem Wissen am Ende. Vor einigen Wochen hatte der alte Heiler gedacht, er würde alle Krankheiten kennen und sie auch alle heilen können, doch an dieser Sache biss er sich die Zähne aus.

Sein faltiges Gesicht wurde nur schwach von der ersterben Kerze erhellt die auf einem wackeligen Tisch in seiner Schlafkammer stand, welches die Furchen in seinem Gesicht nur noch tiefer machte und den Heiler um Jahre alter ließ.

Er spürte schon seit ein paar Tagen eine seltsame Lethargie, die sich langsam in seinen Knochen ausbreitete, die andauernden Regenfälle und die mit ihnen einhergehende Kälte machten es auch nicht besser. Der Nebel und die Nässe waren in seine Glieder gekrochen und hatten sich dort festgesetzt. Er fröstelte. Ihm war klar, dass er nicht mehr lange Zeit hatte, ein Heilmittel zu finden, denn die Krankheit die seit zwei Wochen in seinem Dorf tobte, hatte begonnen selbst nach dem Heiler zu greifen.

Hatte das Licht wirklich sein Dorf verlassen?

Er wollte diesen Gedanken, so absurd er auch war verdrängen, doch hatte er sich zu sehr in ihm festgebissen. Der Tod herrschte unerbittlich, nicht nur in seinem Dorf, das die letzte Ansiedlung vor der Stadt Andorhal war, nein auch von den übrigen Dörfern der Gegend hatte er seit Wochen nichts mehr gehört, seit dem diese merkwürdige Seuche ausgebrochen war.

Von einem Tag auf den Anderen hatte sich alles geändert. Mit dem Regen und der Kälte kam die Krankheit. Das Krankheitsbild war nicht immer dasselbe, doch das unweigerliche Ende war es.

Wie viele Tage hatte er noch? Zwei, vielleicht drei? Es war so unklar. Zuerst war die Lethargie gekommen, dann die Beulen. Schwarze, nässende Beulen die sich auf seinem schmerzenden Körper ausbreiteten. Er hustete und etwas Rotes, Feuchtes begann sich auf seiner Hand auszubreiten. Er wischte das Blut in das schon fleckig gewordene Hemd und versuchte aufzustehen.

Als er ein paar mühsamen Schritten in Richtung seiner Bettstatt versagten die schon seit gestern zittrigen Beine den Dienst und er stürzte wie ein nasser Getreidesack zu Boden.

Er wurde von einem starken Hustenreiz, der seinen schmerzenden Leib durchzuckte hin und her geschüttelt. Er hätte geschrien vor Schmerz, vor Verzweiflung, vor Angst, wenn er die Luft und die Kraft dazu gehabt hätte. Stattdessen lag er gekrümmt auf dem schmutzigen Boden und hustete sich die Lunge aus dem Leib.

Er hatte das Gefühl als würde sich eine kalte Hand um seinen Hals legen und unerbittlich zu drücken. Oder war es kein Gefühl? Er könnte schwören, dass er jeden einzelnen, vom Licht verdammten Finger spüren konnte. Er vermochte es nicht die Augen offen zu halten, denn immer noch schüttelte ihn der Husten. Dann plötzlich hörte er eine Stimme. War es der Fieberwahn, der jetzt auch seinen Geist zu quälen begann?

„Komm.“

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Lautloser SchreiFreitag, der 11.03.2011 um 21:50

Gefangen in einer dunklen Ecke tief in mir.
Verängstigt und verlassen, lautlos verhallen Schreie
niemand kommt mich zu erretten, ich bin alleine hier.

Nackt in einer Winternacht, frierend und allein’
die Dunkelheit als Decke nutzend schlafe ich hier ein,
meine Tränen fallen lautlos, im Dunkeln meines Seins.

Lautlos verklingen meine Schreie,
peinigen meine Seele in der Einsamkeit der Nacht,
ich spüre wie die Kälte um sich greift und lautlos lacht.

Nebelwald im Herbst
Nebelwald © Khyrindas Puppenspieler

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Auf der JagdSamstag, der 19.02.2011 um 13:29

yldonara war immer schon ein Kind der Wälder gewesen. Als kleines Mädchen hatte sie sich immer schon lieber im Wald aufgehalten, als in Silbermond's Akademie, sehr zum Leidwesen ihrer Eltern. Während Sinmara gehorsam ihre Lehrbücher studierte, schlich sich Syldonara heimlich aus der Stadt und verschwand im Immersangwald. Nicht selten kam sie erst spät am Abend völlig verdreckt, mit zerrissenen Gewändern und Kratzern an duzenden Körperstellen wieder nach Hause. Strafen wie Hausarbeit oder ähnliches halfen nicht, die Faszination des Mädchens für die Welt rings um Silbermond zu bremesen, ganz im Gegenteil. Während sie zum Beispiel die Wäsche waschen musste - bewusst ohne die zu Hilfenahme von Magie - träumte sie davon einst eine Waldläuferin zu werden, wie die Mitglieder des Ruhmreichen Weltenwanderercorps, die die Wälder des Immersangwaldes bewachten.

Je mehr ihre Eltern versuchten Syldonara zu einer vornehmen Qual'dorei zu erziehen - die ihren Stand gerecht wurde - desto mehr streubte sich das Mädchen. Der Höhpunkt war an jenem Tag an dem Syldonara ein Bärenbaby mit nach Hause brachte.
Sie hatte beobachtet wie Amani-Trolle die Mutter des Bären getötet hatten um an ihr Fell zu kommen, das kleine Bärenkind hatte sich - wie Syldonara - ängstlich in einem Busch versteckt. Aus Mitleid für den Kleinen hatte Syldonara diesen mit nach Hause gebracht. Ihre Eltern waren geschockt, dass ihre Tochter darauf bestand, den Bären zu behalten. Alles Geschrei, alle angedrohten Strafen und Erziehungsmaßnahmen halfen nichts, sodass Syldonara schlussendlich ihren Willen durchsetzten konnte und den kleinen Bären aufzog. Sie sollte erst Jahre später feststellen, dass das Retten des kleinen Bären ihre mehrmals selbst das Leben retten sollte!

Sie war ihnen seid Stunden gefolgt, durch die Wälder des Eversong Waldes und schließlich durch die Geisterlande und nun Nahe dem verwüsteten Dorf Windrunner hatten sie ihr Lager aufgeschlagen. Warum ausgerechnet hier? Im Schatten des Turms - der wie ein Mahnmal aus einer vergangenen Zeit emporragte – kauerte Syldonara hinter einem Busch und versuchte zu hören was die Eindringlinge in IHREM Wald sprachen.
Die beiden Trolle hatten sich ein Feuer angezündet und schienen etwas zu diskutieren. Syldonaras Trollisch war nicht besonders gut, doch soviel wusste sie. Sie hatten nichts Gutes vor, das hatten Trolle nie!

Vielleicht ein Erkundungstrupp aus Zul Aman, dachte sie bei sich, was immer ihr glaubt herausgefunden zu haben, ihr werden nicht die Zeit haben es an euren Häuptling weiter zu geben.

Ihre schwach grün, leuchtenden Augen verengten sich zu dünnen Schlitzen als sie langsam und fast geräuschlos zwei Pfeile in ihren treuen Bogen einlegte. Sie würde dafür sorgen, dass diese beiden Tiere – denn mehr waren die Trolle nicht in ihren Augen – bald keine Gefahr mehr für Silbermond darstellen würden.
Eigentlich war es die Aufgabe des Corps der Weltenwanderer gewesen, diese Bedrohung im Zaum zu halten, doch seit dem Niedergang Silbermonds waren die Weltenwanderer, allen voran Lord Wolkenglanz, mehr zu Politikern geworden, als zu dem was sie einst darstellten und was Syldonara in ihrer Kindheit bewundert hatte.

So mussten freie Sindorei wie Syldonara diese Aufgabe selbst in die Hand nehmen. Sie sorgte dafür, dass Sinmara sicher war. Oft fragte sich Syldonara ob sich ihre kleine Schwester dessen überhaupt bewusst war? Welche Bürde Syldonara bereit war für sie beide zu tragen? Sinmara war sicherlich in Silbermond und erzählte den Waisenkindern ein paar Geschichten. Es war zwar eine gute Idee, doch würde es die Bedrohung ihrer Heimat nicht wirklich vertreiben... Sinmara hatte es leichter, doch das war Syldonara bereit zu zahlen, solange ihre Schwester in Sicherheit war.

Sie schob die ablenkenden Gedanken an ihre Schwester beiseite und spannte langsam ihren Bogen. Ihr Atem ging schnell und ihr Herz pochte aufgeregt in ihrer Brust, Adrenalin schoss durch ihre Adern.
Dann ging alles ganz schnell, sie sprang aus ihrem Versteck, riss die Sehne ihres Bogens nach hinten und entließ ihre beiden Pfeile mit einem lauten: „Anar'alah belore!“ auf die Trolle.

Die beiden Amani schreckten hoch, zogen ihre Äxte und stürmten etwas trollisches Brüllend – das für Syldonara mehr wie das schnattern einer Lordearanischen Blauente klang – auf die Wäldläuferin zu.

Der erste Pfeil traf sein Ziel genau in die Brust und der Troll blieb erschrocken stehen. Er betrachtete kurz verwundert den Pfeil der aus seiner Brust ragte, verzog dann sein Gesicht zu einer panischen Fratze und kippte mit einem lauten Gurgeln nach hinten.
Der zweite Amanibastard hatte mehr Glück, denn er duckte sich im letzten Moment unter dem Pfeil hindurch – vermutlich gewarnt durch das Grunzen des anderen – und stürmte weiter.
Mit einem bellenden Lachen holte er mit seiner Axt aus und rammte Syldonara das Stumpfe Ende in den Magen.
Die Sindorei verlor ihr Gleichgewicht und landete schmerzhaft, mit dem Rücken am Boden. Ihre Waffe lag einen Meter weiter, doch hatte sie nicht mehr die Zeit sie zu erreichen, denn der Troll stand schon über ihr. Als Syldonara schon meinte es sei aus, hielt der Troll inne und schnüffelte in die Luft. Er sah sich um und knurrte, zuckte mit den Achseln und wollte sein Vorhaben – Syldonara um ihren Kopf zu erleichtern – vollenden.
In dem Moment hörte Syldonara ein vertrautes, tiefes Grollen, das knapp hinter ihr seinen Ursprung zu haben schien und begann zu grinsen.

„Das war es für dich Abschaum“ grinste sie den Troll an.
„Yu tot Elf‘, mia getta yua Ko...“ zu mehr kam der Troll nicht, denn aus dem Nahen Unterholz sprang eine braune, riesige Gestalt die den Troll nieder rammte als wäre er ein Eichenblatt.
Der braune Riese, fletschte seine Zähne, knurrte wild und bäumte sich zu seiner vollen Größe auf, die selbst den Troll noch um Einiges überragte. Die braune Gestalt – ein riesiger Grizzly – holte mit seiner Pranke aus und schlug mehrmals auf den Troll ein, dort wo die Tatzen den Oberkörper des Trolls trafen hinterließ sie tiefe Wunden.

Geistesgegenwärtig rollte sich Syldonara auf die Seite, schnappte sich ihren Bogen und schoss zwei schnelle Pfeile auf den geschockten Troll, der gerade im Begriff war, sein Heil in der Flucht zu suchen. Noch im Laufen kippte er – von den beiden Pfeilen tödlich in den Rücken getroffen – vornüber und landete im Dreck.
Syldonara drehte sich zu dem Bären um, der immer noch aufrecht neben ihr Stand und begutachtete das Tier. Der Bär brüllte Syldonara böse an und machte Anstalten sie ebenfalls anzugreifen.

„Jaja, spar dir das Urseus. Ich weiß ... danke ...“ grummelt sie.
Der Bär ließ sich nach Vorne fallen und knurrte noch einmal in Syldonaras Richtung. Es schien fast, als wolle der Bär ihr sagen: “Pass doch auf, muss ich immer auf dich Achten?“
Die Elfe legte ihre zierliche Hand auf seinen riesigen Kopf und streichelte ihn: „Danke Dicker! Komm lass uns nach Hause gehen, du hast dir heute ein großes Stück Steak verdient!“ Der Bär lehnte sich kurz an ihre Seite und trotte dann gemütlich in Richtung Silbermond.

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PvP Erlebnisse in WOWDienstag, der 11.01.2011 um 20:17

eine Erfahrungen im PvP (Player vs Player, also Spieler gegen Spieler) von World of Warcraft sind zugegebener Maßen sehr spärlich, um nicht zu sagen tendieren zu einer fixen Größe die gleich Null beträgt. Dennoch kommt es mitunter vor, dass man sich über den geistigen Tellerrand wagt und etwas ausprobieren will, was man bis dato nur sehr selten ausprobiert hat. Nämlich etwas Neues.

Karte der Warsongschlucht

So kam es zu Beginn des Addons „Wrath of the Lichking“™ auch dazu, dass ich den Entschluss fasste, eben jenen Tellerrand zu überscheiten und PvP zu machen. Welchem Volke soll mein neuer Totbringender PvP Charakter angehören? Orcs fand ich immer schon sehr schön und da ich ohnedies die neue Heldenklasse – den Todesritter – ausprobieren wollte, war die Entscheidung hinsichtlich der Klasse auch schnell geklärt. Ein paar Minuten später, die mit wildem herum klicken gefüllt waren, erblickte Irah meine Orc Todesritterin das Licht von Azeroth. Nach der Beginnenden Questreihe, die jeder Todesritter durchmachen musste, machte sie sich auf in die Welt der Schlachtfelder. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass diese Questreihe eine der genialsten Gebiete in WOW waren, die ich jemals besucht hatte, das aber nur am Rande erwähnt.Da ich auf einem Rollenspielserver spiele, muss der Orctodesritter freilich auch eine vernünftige Hintergrundgeschichte haben und soll auch einem Clan angehört haben, bevor er seine virtuelle Wiedergeburt feiern konnte. Was ist für einen Orc stimmig, naja nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, aber sie soll dem Frostwolf Clan angehört haben.

Gut, das Schöne in dem Fall, es gibt den Frostwolfclan-Wappenrock für ... schlappe ... 60 Marken, sind die denn Irre? Erstes resignieren. Naja egal ich wollte mit ihr eh ein bisschen PvP machen, also rein ins Getümmel.

Unabhängig davon, dass es unglaublich schwer ist in das benötigte Schlachtfeld rein zu kommen, da es immer voll zu sein scheint oder mich der Türsteher respektive der Kampfmeister nicht mag (klar, Todesritter mag niemand).

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Wind in der Nacht
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